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Der Bau des neuen Stadtquartiers „Sophie 7“ in unmittelbarer Nachbarschaft zum Westbahnhof stellt die Swietelskys vom Hochbau Ost vor ungeahnte Herausforderungen.

Das Areal, in dem früher das ehrwürdige Sophienspital beheimatet war, soll Ende 2025 als neues Stadtquartier den Bezirk Neubau beleben. Auf 1,3 ha werden zwei denkmalgeschützte Pavillons behutsam saniert und daneben über 200 geförderte Wohnungen und Gemeindewohnungen errichtet. 

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Ein neues Grätzl mit vielen Möglichkeiten

Der Kenyon-Pavillon soll einen modernen Veranstaltungssaal beherbergen, der Karl-Ludwig-Pavillon einen Kindergarten und einen Pensionistenclub. Dazu gesellen sich eine Volkshochschule, Lokale, Geschäfte, Pop-up-Stores u. v. m. 

„So ein Projekt hat man nicht oft im Leben – diese Herausforderung macht Spaß”, betont Bauleiter Markus Angelmayer-Leiner. Auftraggeber gibt es zwei, die gemeinnützigen Bauträger WBV-GPA und Sozialbau AG, darüber hinaus gibt es zwei Architekturbüros. „Da ist gute Abstimmung und Kommunikation gefragt“, weiß Bauleiter-Kollege Wolfgang Raschbach. 

Geschützte Tiere 

Ende November soll jedenfalls das Projekt pünktlich übergeben werden. Das hängt nicht nur vom Know-how und Engagement der Swietelskys vor Ort ab, die schaffen das schon, sondern auch vom good will der dortigen Mauerseglerpopulation. Denn sie sind es – neben den geschützten Fledermäusen, den beiden Architekten und den beiden Bauherren –, die im Mittelpunkt dieses komplexen Bauprojektes stehen. 

Der Mauersegler (latein. Apus apus) ist in Wien streng geschützt. Er nistet u. a. auch an den Fassaden der alten Pavillons von Sophie 7. Eine eigene Vogelbeauftragte der MA 22 der Stadt Wien kontrolliert den Schutz der gefiederten Tiere während der gesamten Bauphase. 

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Die Vögel im Fokus

„Wir haben für die Vögel spezielle, artgerechte Ausweich-Nistplätze an den Gerüsten angebracht. Nun müssen diese bis Ende April, noch bevor die Nistsaison wieder beginnt, abgebaut werden. Sollten wir das aufgrund irgendeiner Verzögerung nicht schaffen, müssen die Nistkästen und auch die Baugerüste ein weiteres Jahr lang stehen bleiben. Das heißt, dass das Projekt nicht zeitgerecht übergeben werden kann, mit allen Folgen wie Strafzahlungen etc.“, weiß Bauleiter Markus Angelmayer-Leiner 

Wolfgang Raschbach ergänzt: „Wir bei SWIETELSKY legen bei all unseren Baustellen auf Nachhaltigkeit großen Wert. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch diese Herausforderung meistern werden.“

Nachhaltig in die Zukunft

Der Artenschutz ist nicht die einzige Besonderheit beim Projekt. Die Energieversorgung sichern künftig Fernwärme, Geothermie und Photovoltaik. Begrünte Fassaden regulieren das Mikroklima. Im Zentrum des neuen Quartiers liegt außerdem ein Park mit altem Baumbestand, der während der Bauzeit weder zum Transport noch zur Materiallagerung genutzt werden darf. „Dank unserem eingespielten Team werden wir all diesen Ansprüchen gerecht“, betont Markus Angelmayer.