Am 29. Oktober 2025 wurde der neue Hochwasserschutz Poppichl offiziell eröffnet. Damit ist eine wesentliche Lücke im Hochwasserschutz im Norden der Landeshauptstadt Klagenfurt geschlossen. Die schweren Überschwemmungen im Jahr 2023 hatten deutlich gezeigt, wie dringend bauliche Schutzmaßnahmen in diesem Bereich notwendig sind.

37551Poppichl HW 2023

Entlang der Glan wurden insgesamt 35 Liegenschaften in der Marktgemeinde Maria Saal sowie in Klagenfurt am Wörthersee gegen ein HQ100-Ereignis geschützt. Kernstück der Umsetzung ist eine 1,40 km lange Sichtbetonmauer, ergänzt durch gezielte Maßnahmen an sieben maßgeblichen Stellen, an denen Grundstücke wieder „rückgewonnen“ bzw. gesichert werden konnten.

Eine besondere Herausforderung stellten dabei der Grundwasserstand in Flussnähe sowie die Entfernung und der Ersatz einer 250 m langen DN-500-Asbestzement-Wasserleitung dar. Diese Leitung ist eine von drei Hauptversorgungsleitungen für die Landeshauptstadt Klagenfurt. Zusätzlich verlangten die anhaltenden Hitzetage im Juni 2025 mit Spitzenwerten bis 37,9 °C (gemessen von GeoSphere Austria am 26. Juni 2025 um 14:30 Uhr MESZ) der Bauausführung einiges ab.

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Sämtliche Arbeiten wurden mit eigenem Personal und Gerät der Tiefbau Unterkärnten Gruppe unter der Bauleitung von Günther Gfrerer durchgeführt. Gfrerer betont: „Ein großes Kompliment an unser herausragendes Baustellenteam, das dieses Meisterstück mit den Sichtbetonwänden erfolgreich umgesetzt hat. Das zusätzliche Lob der öffentlichen Hand unterstreicht die Qualität unserer Arbeit.“

Das Projekt ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den Folgen des Klimawandels aktiv zu begegnen und den langfristigen Schutz vor Naturgefahren in der Region nachhaltig zu stärken.