Ein wesentlicher Grund, warum der Zeitplan machbar war, ist ein einzigartiges Gerät im Maschinenpark von Swietelsky: der RUS 1000 S, ein moderner Gleisbau-Gigant, der in der mechanisierten Erneuerung neue Maßstäbe setzt. In einer einzigen Streckensperrung kann er Schwellen, Schienenbefestigungen und Schienen austauschen und gleichzeitig das Schotterbett reinigen – praktisch wie ein bewegliches Fließband, mit rund zehn Schwellen pro Minute.
Projektleiter Friedrich Husner berichtet, dass die Deutsche Bahn den RUS 1000 S zunächst skeptisch betrachtete, weil er bekannte Grenzen verschiebt und teilweise sogar etablierte Regeln infrage stellt. Als der Fahrplan jedoch deutlich straffer wurde, öffneten sich „regulatorische Türen“ – und die Maschine wurde zum entscheidenden Zeitgewinn. Das Ergebnis war nicht nur wachsendes Vertrauen des Auftraggebers, sondern auch regionale Aufmerksamkeit: Menschen sollen sich auf Brücken und an Straßenrändern versammelt haben, um die hunderte Meter lange Maschine bei der Arbeit zu beobachten – und den sichtbaren Infrastrukturfortschritt in der Region.
Kennzahlen zur RUS 1000 S:
- Gesamtgewicht: 674 t
- Breite: 3,29 m
- Höhe in Transportstellung: 4,31 m
- Höhe in Arbeitsstellung: 4,49 m
- Anzahl der Achsen (Antriebsachsen): 36 (12)
Einsatzgebiet:
- Gleisumbau inkl. Schotterbettreinigung und 1. Stopfgang
- Gleisumbau ohne Schotterbettreinigung
- Gleisumbau mit komplettem Schotteraustausch
- Schwellentausch mit oder ohne Schotterbettreinigung
- Flankenreinigung ohne Gleisumbau